Als zweiten Stopp der Sommertour der Viernheimer Grünen besuchten wir den AWO Kleiderladen im Sozialzentrum Viernheim.
Der AWO Kleiderlagen bietet gelebte Nachhaltigkeit in Form von Second-Hand-Kleidung. Die Ehrenamtlichen sortieren die Kleidung, suchen die besten Stücke aus und bestücken das Lager und den Laden damit. Im Gespräch mit den Verantwortlichen wird allerdings schnell klar, so wirklich Second-Hand ist es teilweise gar nicht, denn nicht zu selten kommen original verpackte Produkte bei Ihnen an.
Mit einem Vorurteil räumte Beate Meyer direkt auf: Es dürfen nicht nur Menschen, die wenig Geld besitzen, bei Ihnen einkaufen kommen. Niemand nimmt hier jemandem etwas weg, es gibt mehr als genug Auswahl. Ein Punkt, der häufig missverstanden wird, ist auch die Altersklasse, die der AWO-Kleiderladen adressiert. Selbstverständlich kommen viele Produkte aus Haushaltsauflösungen, meist betagter Viernheimer, allerdings finden sich auch Jeans, Hemden und Blusen für jüngere Kunden.
Doch gerade diese jüngere Kundschaft zu erreichen, welche aktuell durch Fast Fashion und die dahinter liegenden Trends in die Kleidergeschäfte gezogen wird, ist den Mitarbeiter*innen des Kleiderladens ein Anliegen. Es findet zwar auch hier ein Umdenken statt, aber vielen ist das Angebot vermutlich gar nicht bekannt.
Nachhaltig ist das Ganze auf jeden Fall, denn statt die Sachen im Müll landen, bekommen sie hier die Chance auf ein neues Leben. Wer gut erhaltene Kleidungsstücke spenden möchte, der kann dies in der AWO-Geschäftsstelle in der Wasserstraße tun. Gereinigte Kleidung wird dort gerne entgegengenommen und jeden Mittwoch zum Kleiderladen verbracht.
„Alle Achtung!“ muss man vor der Leistung der Damen und Herren haben, die sich hier ehrenamtlich engagieren und somit dabei helfen, Viernheim etwas nachhaltiger zu gestalten. Wie bei allen ehrenamtlich Tätigen freuen sich die Mitabeiter*innen auch hier über fleißige Hände, die helfen und sich in der Gemeinschaft einbringen wollen.



