Viernheime Grüne fordern Energiewende auch von den Stadtwerken Viernheim
Eingestellt von: Grüne Viernheim am April 21st, 2011
In Aktuell
Die Viernheimer Grünen sehen es nach den umwälzenden Wahlergebnissen als vordringliche Aufgabe, jetzt eine entschiedene Energiewende herbeizuführen. Der Ausstieg aus der Atomenergie und der verstärkte Einsatz regenerativer Energien seien der klare Auftrag der Wählerinnen und Wähler, der als solcher sogar in Berlin angekommen zu sein scheine.
Die Viernheimer Grünen zeigen sich überzeugt, dass die Energiewende auch für die eigene Stadt forciert werden könne. Als ein unschätzbarer Vorteil hierfür werde gesehen, mit eigenen Stadtwerken aktiv in den Energiemarkt eingreifen zu können. Wie groß außerdem auch die Mitwirkungsbereitschaft der Bürger sei, zeige die Tatsache, dass Viernheimer Stadtwerkekunden fast 4 Mio € Einlage als „Sonnenscheine“ tätigten und damit ein starker Anschub für eine eigene umweltfreundliche Stromproduktion durch die Windenergieanlage in Berschweiler/Pfalz und mehrere Photovoltaik-Anlagen vor Ort geleistet wurden.
Die Grünen hoffen, dass die intensive Suche nach weiteren geeigneten Windkraftstandorten baldigst erfolgreich ist. Eine Fortsetzung der Sonnenschein-Aktion werde neben dem freien Kapitalmarkt als die Möglichkeit der Finanzierung gesehen, die eine Vertrauensstellung und Identifikation der Bürger mit ihrem Stromversorger begründen.
Wiederholt fordere man ein eigenes Öko-Stromangebot der Stadtwerke. Unbestreitbar seien die „Sonnenscheine“ ein effektiver und mogelfester Weg, mit eigenen Investitionen die Ökostromproduktion, z. B. in Höhe des eigenen Verbrauchs, anzukurbeln. Doch nicht jeder mit der Bereitschaft zur eigenen Energiewende könne so Geld binden oder wolle dies aus anderen Gründen nicht tun.
Die Grünen sehen einen weiteren Handlungsspielraum im Einkauf des Stroms. Sehr erfreulich sei der jetzt schon bei ca. 50% liegende Anteil an regenerativen Energien. Auch wenn der Haushaltsstrombezug rechnerisch 0% Atomstrom ausweise, belege die Kennzeichnung des Strombezugs aber noch einen 24%igen Anteil an Kernkraft im Gesamtstrombezug. Ziel müsse aber eine zügige schrittweise Absenkung und schließlich der Atomstrom-Ausstieg sein.

