Menschen in die Mitte genommen
Eingestellt von: Michael Bauer am März 13th, 2011
In Aktuell

oder auch Menschen mitnehmen auf eine Reise in den Frieden der Kulturen, das miteinander, das verschmelzen. Was im politischen und zwischenmenschlichen Alltag manchmal so schwierig ist, gelingt der Musik mit traumwandlerischer Sicherheit. “Warum wir so etwas machen?” fragte Irith Gabriely und gab die Antwort gleich selbst, gestern abend in Viernheims Kulturscheune: “Weil wir es können". Nicht nur tolerantes nebeneinander der Kulturen sonder die Durchdringung dreier Weltkulturen mit gemeinsamen Wurzeln in der Musik. “Hava Nagila” als Kletzmerversion in den “Liebestraum” integriert, freie Improvisationen am Saxofon aus Haifa zu klassischer arbaischer Laute, samt kulturellen Trommeln, begleitet und integriert am klassisch-bis-jazzigem Flügel, sandte deutliche Signale in das Gemüt der Grünen Viernheim, ihrer Freunde und Konzertbesucher. Kein Wahlkampf, sondern Visionen davon, was in der Politik erst noch hart erarbeitet werden muss. Irith Gabriely, Klarinette (Haifa), Riad Kheder, Percussion Oud (Bagdad) Hans-Joachim Dumeier, Flügel (Michelstadt) ließen Träume auferstehen (sic!) ohne folkloristische Touristenklischees zu bedienen oder vorzugeben, es sei in Wirklichkeit bereits so. Einfach, weil sie es können, gemeinsames Musizieren auf hohem Niveau und es passt zusammen was zusammen gehört. Ein Konzert, das Mut machte an einem traurigen Tag, angesichts der Ereignisse in Japan. “Kirche, Synagoge, Moschee” war ein Ereignis. Umrahmt mit (Lied)-Texten von den grünen Kandiaten Thomas Kolb (der sich auch um die Organisation des Konzertes verdient machte), Ingrid Mantey und dem grünen Stadtverordneten Manfred Winkenbach.

